Agrarminister nehmen Kampf gegen Unterernährung auf

24.01.2012

Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin haben sich 64 Agrarminister aus der ganzen Welt auf eine gemeinsame Strategie und eine bessere Zusammenarbeit im Kampf gegen den weltweiten Hunger geeinigt.

Neben zahlreichen europäischen Agrarministern nahmen auch jene aus China, Brasilien, Japan, Indonesien sowie 15 afrikanischen Staaten teil.

Die Minister kamen überein, dass ein verstärkter Schutz knapper Ressourcen ebenso vonnöten sei, wie eine nachhaltige Landwirtschaft. Ohne eine nachhaltige und ergiebige Ernährungswirtschaft, könne der Kampf gegen den Hunger nicht gewonnen werden. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte am Ende des Treffens: „Der Internationale Agrarministergipfle eröffnet eine noch engere Kooperation innerhalb der internationalen Gemeinschaft und eine Verbesserung der Vernetzung zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.“

Von Unterernährung sind heute noch mehr als 900 Millionen Menschen betroffen. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Erdbevölkerung bis Mitte des Jahrhunderts auf neun Millionen angewachsen sein wird, ist eine Nahrungsversorgung in Zukunft noch wesentlich weniger gewährleistet.

Weltweit müssen daher alle Staaten daran arbeiten, die Verluste – beispielsweise durch Transport – sowie die Verschwendung von Nahrungsmitteln stark zu reduzieren. Regional angepasste Landwirtschaft und sorgsame Nutzung der knappen Ressourcen sind laut der „Food and Agriculture Organisation“ (FAO) der richtige Weg aus der Unterversorgung. „Wir müssen alle Potenziale darauf ausrichten, das jeweils beste Agrarmodell zu finden, das in den einzelnen Regionen traditionelle Arbeitsweisen mit innovativen Methoden verbindet“, stimmt Aigner zu.

Die Resultate der Grünen Woche sollen weiterführend auf der UNO-Konferenz für nachhaltige Entwicklung im Juni 2012 in Brasilien erörtert werden.