Altmaier für Neustart

29.05.2012

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) ist noch keine 14 Tage im Amt. Doch er ist sicher: Er möchte alles besser machen. Und so will er die Energiewende auch neu angehen: „Wenn man neu in ein Amt kommt, kann man auch neu ansetzen“, so Altmaier im Gespräch mit dem ZDF. Er sei gewillt über Ressortgrenzen hinaus Kompromisse auszuhandeln. Vielleicht ist frischer Wind, neuer Elan und auch neuer Mut derzeit nötig, um die Energiewende voranzutreiben.

Immer mehr Politiker kritisieren derzeit parteiübergreifend den Ansatz zur Energiewende der Bundesregierung. Der Chef der Grünen, Cem Özdemir, sagte, dass das Grundproblem der Bundesregierung gegenüber der Energiewende sei, dass diese nicht an sei glaube. Allein steht er mit dieser Meinung nicht. Selbst aus Regierungskreisen wird Kritik laut.

So erweckt der rasche Ausstieg derzeit tatsächlich den Eindruck nicht zu Ende gedacht zu sein: Vor allem der Netzausbau harkt nachhaltig, ist jedoch Grundlage für die Nutzung alternativer Energien und eine Versorgungssicherheit. Altmaier betonte am Freitag im YouTube-Kanal der Bundesregierung jedoch, dass er daran arbeiten möchte, Netzausbau und der Ausbau erneuerbarer Energien aufeinander auszurichten: „Wir sind uns einig, dass alle zusammenstehen müssen“.

Diesen Punkt bezweifelt sicher niemand. Dennoch bleibt abzuwarten, ob Altmaier wirklich aus den Fußstapfen seines entlassenen Vorgänger Norbert Röttgen treten kann.