Dürre und Missernten auch in Teilen Südeuropas – Rumänien am stärksten betroffen

12.09.2012

Die Europäische Kommission erwartet für die gesamteuropäische Ernte in diesem Jahr ein leichtes Minus gegenüber der Erntesaison 2011/ 2012. Auf die Nahrungsmittelversorgung in Europa hat diese allerdings keine allerdings keinen negativen Einfluss.

Dabei hat sich die Dürre des Sommers gerade im Süden Europas regional besonders bemerkbar gemacht. Rumänien ist hauptleidtragendes Land mit fast 36 Prozent Rückgang, gefolgt von Spanien und Ungarn mit jeweils rund 19 Prozent Einbußen. Zuwachse bei der Ernte konnten lediglich Frankreich (9,2 Prozent), Italien (8,5 Prozent) und Deutschland (4,6 Prozent) verbuchen.

Besonderer Verlierer bei den Agrarprodukten war der Mais: Rückgang um 11 Prozent. Das Getreide der Stunde ist hingegen Roggen, dessen Produktion um 15,5 Prozent auf 7,7 Mio. Tonnen angestiegen ist.

Mit einem Minus gegenüber dem Vorjahr von insgesamt 6,1 Mio. Tonnen zeigt sich die EU-Kommission dennoch mit den Ernteerwartungen nicht unzufrieden, bleibt man in der europäischen Union mit einer absoluten Menge von 278,6 Mio. Tonnen doch weiterhin Nettoexporteur von Getreideprodukten.