Eingriff in Mali?

11.07.2012

Immer größer werden die Unruhen im Norden Malis. Und der Hunger steigt jeden Tag. So ist es nicht verwunderlich, dass hunderttausende Menschen aus dem Land flüchten. Die Afrikanische Union und Ekowas beraten nun über ein Eingreifen in der Region.

Die zahlreichen Gruppierungen im Norden Malis machen einen militärischen Eingriff jedoch schwierig. Besonders die Tuareg-Organisation und verschiedene islamistische Gruppierungen gelten als sehr gut ausgerüstet und kampfbereit. Lediglich die Nationale Befreiungsbewegung von Azaward (Mnla) bildet hier die Ausnahme. Die Mnla hat im Norden Malis einen eigenen Staat ausgerufen – sollte dieser anerkannt werden, würde sie helfen, gegen die Islamisten vorzugehen. Doch auch sie müssen gestehen, dass diese den Norden derzeit noch fest in der Hand haben.

Schwierig wird die Entscheidung der Zentralregierung – ein zweites Afghanistan gilt es zu vermeiden. Doch Hunger und Armut der Bürger wachsen stetig.