Energiegenossenschaften setzen die Großkonzerne unter Druck

13.08.2012

In Bayern gibt es bereits viele von ihnen: dutzende Energiegenossenschaften treiben die dezentrale Stromversorgung „von unten“ voran. Der CSU-Bundestagsabgeordnete und Umweltpolitiker Josef Göppel betonte gegenüber dpa, dass die Stimmung an der Basis besser sei, als man es in Berlin für möglich halte.

Der gelernte Forstwirt gehört zu den entschlossenen Verfechtern der Windenergie und kritisiert scharf die Strategie der großen Stromversorger, die die Angst vor steigenden Strompreisen schüren und die Versorgungssicherheit in Frage stellen, um ihre Marktanteile gegen die andrängende Konkurrenz von der Basis zu behaupten. So wird die Propaganda stark steigender Strompreise schnell zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Dabei haben die Stromkonzerne allen Grund, die wachsende Konkurrenz von unten ernst zu nehmen. Denn bereits mehr als 81.000 Bürger sind über Energiegenossenschaften an Solarparks, Windparks und Biogasanlagen beteiligt. Großkonzerne können sich von dieser Entwicklung nicht mehr abkoppeln. Auch sie gehen dazu über, Bürgern Beteiligungen bei Windparks anzubieten. Deutlicher könnte das Eingeständnis gar nicht ausfallen: Stromrebellen können viel erreichen.