Energiewende in privaten Haushalten

13.02.2012

Hat die Energiewende bereits Auswirkungen auf das tägliche Leben deutscher Bürger? Eine Frage, die fast ein Jahr nach dem beschlossenen Atomausstieg der Bundesregierung durchaus wichtig erscheint.

Bereits im Januar hat die Bundesregierung erste Bilanz gezogen und stellte fest, dass vor allem die Endverbraucher ein verändertes Bewusstsein an den Tag legen.

Bereits 20 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms stammten im Jahr 2011 aus erneuerbaren Energien. Das stellt einen Rekordwert dar. Außerdem würden auf Dächern immer mehr Photovoltaik-Anlagen installiert, sowohl kleine Firmen als auch Privatpersonen beteiligen sich damit an eigener Stromproduktion.

Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace zeigt sich dem ZDF gegenüber beeindruckt: Die Energiewende würde im privaten Bereich besser angenommen als jemals angenommen. Nun sei es aber wichtig in den nächsten Jahren ein Energiemanagement zu entwickeln, das eine Versorgungssicherheit auch ganz ohne Atomstrom gewährleistet. An sonnigen und windigen Tagen könne bereits der gesamte benötigte Strom mit alternativen Energiequellen erzeugt werden. Da sich Atom- und Kohlekraftwerke jedoch auf die Schnelle nicht abschalten lassen, wird eher die Solar- oder Windenergie abgeschaltet. „Eine Speicherung im großen Stil funktioniert nämlich noch nicht“, kritisiert Teske.

Lobend hebt er aber auch hier die Privathaushalte hervor: Hier habe die Energiewende bereits funktioniert und das, was Politik und Unternehmen noch nicht lösen können, wird hier bereits gelebt: „Wir beobachten bei vielen Haushalten, dass Strom dann verbraucht wird, wenn er da ist“, lobt Teske. Auch hätten sich mittlerweile viele Stromgemeinschaften in Nachbarschaften gegründet: Ein Prinzip, das Vorbild sein sollte!

Wenn Sie wissen möchte, inwiefern Ager Pharia Anteil an einer Wende hin zu regenerativer Energie hat, kontaktieren Sie uns bitte!