Energiewende: Metallindustrie schürt Angst vor steigenden Energiekosten

18.09.2012

Die Unternehmen in Deutschland lassen derzeit keine Gelegenheit aus, die Energiewende als politischen Kampfbegriff und wirtschaftliches Horrorszenario in der öffentlichen Diskussion zu halten.

Dies zeigt eine aktuelle Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Während nur 1,2 Prozent der befragten Firmen den Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt sehen, fürchtet jeder fünfte Befragte das Gegenteil, die große Mehrheit bleibt unsicher über ihre Aussichten nach dem Ausstieg aus der Atomkraft. Mit der Konzentration auf erneuerbare Energien befürchten deutsche Unternehmen einen drastischen Anstieg ihrer Kosten, weil sie deutlich steigende Energiepreise erwarten. In energieintensiven Branchen wie der metallverarbeitenden Industrie ist der Pessimismus noch weiter ausgeprägt: hier rechnen mehr als 40 Prozent der Befragten mit negativen Auswirkungen.

Wie nicht anders zu erwarten war, entsprechen die Ergebnisse den Erwartungen der Auftraggeber, nämlich der Wirtschaftsvereinigung Stahl, des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau und Verbands der Chemischen Industrie. Das Interesse ist ganz klar: es geht darum, die Energiewende zu bremsen, in der Hoffnung, Kostensteigerungen zu verlangsamen.