Erfolg für Regenwaldschützer

12.09.2012

Im Kampf gegen die weitere Zerstörung des Regenwalds haben Umweltschützer in Indonesien jetzt einen gerichtlichen Sieg gegen einen Palmöl-Produzenten erreicht.

In der Provinz Aceh auf der Insel Sumatra hatten die Behörden 2011 ein Naturschutzgebiet innerhalb des Tripa-Urwalds zum frei nutzbaren Gebiet erklärt und 1600 Hektar an das Unternehmen PT Kallista Alam zur Errichtung von Palmölplantagen freigegeben.

Die erste Klage gegen dieses fragwürdige Vorgehen wurde im April 2012 abgewiesen. Jetzt hatten die Umweltschützer auf der nächsthöheren Ebene beim Verwaltungsgericht Medan in Nordsumatra mehr Erfolg. Die Vergabe der Konzession wurde als rechtswidrig beschieden und damit aufgehoben. Bisher hat das Unternehmen allerdings bereits 30 Hektar Regenwald abgeholzt.

Palmöl ist zwar heute weit verbreitet und findet seinen Einsatz vor allem in Nahrungsmitteln sowie in Kosmetika und Seifen. Stark zunehmend ist die Verwendung von Palmöl als Biodieselkomponente im Bereich erneuerbarer Energien.

Dem Boom des Palmöls fallen aber immer noch in anderen Regionen weitere Regenwaldgebiete zum Opfer.