Foodwatch wirft Ackermann PR-Trick vor

31.01.2012

Ende Januar gebe er die Entscheidung über den Ausstieg aus der Nahrungsmittel-Spekulation bekannt, versprach Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, der Organisation Foodwatch.

Mit dieser Aussage hatte Ackermann die Hoffnung geweckt, wenigstens vorübergehend aus dem Geschäft mit den Agrarrohstoffen auszusteigen. Die Worte von heute klingen jedoch anders:

Man stehe erst am Anfang der versprochenen Kontrolle des Geschäftes mit Agrarrohstoffen. Laut Foodwatch schreibt der Deutsche-Bank-Chef nun: In den „kommenden Monaten“ wolle die Deutsche Bank jetzt „eine umfassende Studie zum Thema erarbeiten“. Wann jedoch eine Entscheidung fallen soll, wird nicht erwähnt.

Vor drei Monaten klangen Ackermanns Worte noch ganz anders. So behauptete der Deutsche-Bank-Chef damals, dass es kein Geschäft wert sei, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen. Diese Aussage und eine E-Mail an Foodwatch, in der die versprochen wurde einen „breiteren Ansatz, als zunächst geplant, zu verfolgen“ und damit dem Geschäft mit dem Hunger ein Ende zu setzen, scheint nunmehr für die die Organisation Foodwatch nicht mehr als ein leerer PR-Trick gewesen zu sein, um deren Kampagne „hände-weg-vom-Acker-mann“ zu stoppen.

Foodwatch-Chef Thilo Bode zeigt sich der Presse gegenüber enttäuscht von der Kehrwende des Geldinstituts: „Damit bricht Ackermann sein Versprechen“.