Frauen als Schlüssel gegen den Hunger

08.03.2012

Der heutige Weltfrauentag steht unter dem Motto: „Frauen auf dem Land fördern – Hunger und Armut beenden“. Und das zu Recht! Frauen und Mädchen sind nämlich einerseits diejenigen, die am meisten unter mangelnder Nahrungsversorgung leiden – gleichzeitig aber auch der Schlüssel dazu, dieses Problem zu beheben.

Frauen haben in Entwicklungsländern einen noch schwächeren Stand als Männer. Zugang zu Bildung, Krediten und Ressourcen sind ihnen weitgehend verwehrt. In vielen Schwellenländern stellen Frauen allerdings den größten Teil der in der Landwirtschaft arbeitenden Bevölkerung, sind somit das Rückgrat der Lebensmittelproduktion. Eine UNO-Studie belegt: In Subsahara-Afrika sind Frauen für etwa die Hälfte der Lebensmittelproduktion verantwortlich, weltweit in Entwicklungsländern sogar für bis zu 60 bis 80 Prozent.

In vielen Ländern wird Frauen jedoch das Recht Land zu besitzen, zu erhalten oder zu vererben bis heute verweigert. Besonders unter dem Phänomen des „Landgrabbings“ haben Frauen zu leiden.

Dabei zeigt die UNO-Studie zudem, dass Kleinbäuerinnen, denen die gleichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden wie Männern in ihren Ländern, ihre Produktion um 20 bis 30 Prozent steigerten. Damit allein könnten weltweit zwischen 100 bis 150 Millionen Hungernde satt werden.

Es wird deutlich: Entwicklungsprogramme sollten künftig verstärkt Frauen und Mädchen Bildung und Ressourcen gewähren und damit die Möglichkeit schaffen, den Teufelskreis des Hungerns zu durchbrechen.