Furcht vor Katastrophe im Flüchtlingslager

18.07.2012

Eine Katastrophe bahnt sich im größten Flüchtlingslager der Welt im kenianischen Dadaab an. Die finanziellen Mittel reichen nur noch für zwei bis drei Monate, erklärten Sprecher eines Bündnisses von acht Hilfsorganisationen, darunter CARE, Oxfam und Safe the Children, der Deutschen Presseagentur. Zehntausende Menschenleben seien in Gefahr, da die Einrichtungen des Lagers der Masse nicht Stand halten kann.

Im Flüchtlingslager leben derzeit etwa 465.00 Flüchtlinge, da nach einem Massenansturm von Somaliern im vergangenen Jahr das Lager um ein Drittel wuchs. Es würde Geld für neue Unterkünfte, Sicherheit und die Nahrungsmittelversorgung benötigt. Sexuelle Gewalt gegenüber Frauen habe in den vergangenen Monaten stark zugenommen, da keine Sicherheitsleute bezahlt werden könnten und auch die Versorgung mit sauberem Wasser sei nicht annähernd genügend.

Dadaab liegt in der Nähre zu Somalia. Zum Weiterbetrieb des Lagers fehlen etwa 25 Millionen Dollar. Die meisten Menschen, die im Lager leben, kommen aus Südsomalia, wo sie Dürre, Hunger und der Gewalt der islamistischen Shebbab-Miliz flüchten.