Kein Regen in Somalia

24.04.2012

Einundzwanzig in Somalia arbeitende Hilfsorganisationen warnen vor einer wiederholten Verschärfung der Nahrungssituation in Somalia. Wetterberichte sagen lediglich unzureichende Regenfälle in der Region voraus. Die Entspannung nach der heftigen Hungersnot im vergangenen Jahr ist damit gefährdet.

Während die Weltöffentlichkeit derzeit hauptsächlich auf die Sahelzone in Westafrika blickt, wo derzeit ebenfalls eine Hungerkrise schwelt, fürchten die Hilfsorganisationen (darunter unter anderem CARE, ADRA, Oxfam und World Vision), dass der Osten Afrikas und damit auch Somalia in den Hintergrund gerät.

Dabei steigt die Zahl jener Menschen, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind täglich an. Wenn, wie derzeit erwartet, die Regenfälle erst spät einsetzen, kurz ausfallen und regional beschränkt sind, hätte dies schwerwiegende Auswirkungen auf die Ernten, die Regenerierung von Weideland sowie die Wiederauffüllung von Wasserspeichern. Insgesamt werden die Regenfälle aller Voraussicht nach lediglich 60 bis 85 Prozent des Durchschnitts der Vorjahre betragen, Missernten sind dann unumgänglich.

Bereits im letzten Jahr hatten Somalia sowie die ganze Region um das Horn von Afrika unter einer schweren Hungersnot gelitten. Warnungen waren ignoriert worden, auf die Nahrungskrise zu spät reagiert. Damit die Menschen der Region nicht erneut das gleiche Leid erfahren müssen und viele tausend Menschenleben gerettet werden, muss die internationale Gemeinschaft schnell humanitäre Hilfe leisten. So sind nicht nur Not- und Wiederaufbauhilfe kurzfristig dringend notwendig, sondern muss auch Hilfe zum Aufbau bzw. der Wiederherstellung von Existenzgrundlagen sowie der Zugang zur Grundversorgung gewährleistet werden.

Wenn Sie wissen möchten, wie sich Ager Pharia engagiert, um die weltweite Nahrungsversorgung sicherzustellen, kontaktieren Sie uns!