Kinder leiden am meisten unter der Wasserkrise

29.06.2012

Laut einer Studie Kinderhilfswerks UNICEF treffen die Folgen des Klimawandels und der weltweiten Wasserkrise Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländer am härtesten. Nur aufgrund von verunreinigtem Wasser und mangelnder Hygiene verursachten Durchfalls sterben weltweit 3000 Kinder, so der Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Jürgen Heaeus.

Etwa 780 Millionen Menschen hätten im Moment keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sogar 2,5 Milliarden Menschen hätten keinen gesicherten Zugang zu sanitären Anlagen. Wasser- und Hygienemangel würden zudem zu sozialer Ungerechtigkeit führen. „Die ärmsten Familien profitieren bisher zu wenig von Fortschritten bei der Versorgung mit elementaren Gütern wie Wasser, Nahrung, Gesundheitsversorgung und Bildung“, monierte Heaeus. Allein in Indien hätten weniger als die Hälfte der Haushalte Zugang zu einfachen Latrinen.

„Der Kampf um Wasser“ würde daher in den nächsten 20 Jahren noch zunehmen und die politische Agenda bestimmen, prophezeite er: „Sauberes Wasser und bessere Hygiene sind der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung.“