Mit dem Wonderbag Energie sparen in Südafrika

15.03.2012

Die Energiewende ist weiter in aller Munde. Beinahe täglich liest man positive Berichte über den immer höheren Anteil an erneuerbaren Energien. Selbst anfängliche Skeptiker setzen inzwischen auf Solardächer und Windkraftanlagen. Während diese Entwicklung die Umwelt freut, mehren sich kritische Stimmen zu den steigenden Stromkosten.

Am einfachsten ist die Entwicklung der steigenden Energiepreise an der Zapfsäule zu erkennen: Aktuell kostet der Liter Superbenzin im Durchschnitt 1,667 Euro. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Preise setzt sich der Trend zum Energiesparen in Europa immer weiter fort. Selbst bei den Oberklassemodellen im Automobilbereich werden Verbrauchswerte erreicht, die vor zehn Jahren noch undenkbar erschienen. Es zeigt sich also, dass energiesparende Modelle bei steigenden Energiepreisen immer rentabler werden. Dieser Trend wird langfristig anhalten, da aufgrund der steigenden Weltbevölkerung und den zunehmenden Wohlfühlansprüchen dieser von einer weiter steigenden Energienachfrage auszugehen ist.

Während Konsumenten in Europa über das Verbot von Glühbirnen und die höheren Kosten für Energiesparlampen jammern, sind energiesparende Produkte in vielen Ländern noch gar nicht erhältlich. Dies liegt auch an den höheren Investitionskosten für energiesparende Produkte, die sich erst nach einigen Jahren rechnen. Glücklicherweise gibt es aber auch in den Entwicklungsländern einige Projekte, energiesparendere Produkte einzusetzen und damit zu einer besseren Versorgungssicherheit beizutragen.

Ein Ansatzpunkt ist beispielsweise das Ersetzen der in Südafrika oft verwendeten kleinen Kocher, die mit Paraffin oder auch Kerosin befeuert werden. Diese verursachen im Vergleich zu den modernen Herden in Europa viel CO2 und haben zudem eine hohe Brandgefahr inne. Ein preiswerter Ersatz ist der Einsatz von so genannten Wonderbags. Bei diesen wird der Garprozess durch die Eigenwärme des Essens unterstützt. Das erhitzte Essen kann in der eigenen Hitze weitergaren. Hierdurch werden ca. 30 Prozent weniger Energie benötigt, das Essen wird zudem nicht dem Rauch ausgesetzt und durch die geschlossene Funktionsweise verdampft wesentlich weniger kostbares Wasser. Der Nachteil der Wonderbags besteht allerdings in der wesentlich längeren Kochzeit. Hier ist Überzeugungsarbeit notwendig: Wenn einfach schon morgens gekocht wird, steht mittags das fertig gegarte Essen rechtzeitig zur Verfügung. Da keine Brandgefahr existiert, kann mit dem Wonderbag auch unbeaufsichtigt gegart werden.