Rio+20 UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung

13.06.2012

Zwanzig Jahre nach dem Erdgipfel in Rio de Janeiro statt. Regierungs- und Staatschefs setzten sich bei diesem wichtigen Meilenstein der Umweltpolitik ehrgeizige Ziele für eine sichere Zukunft. Es galt, wirtschaftliches Wachstum mit den steigenden Bedürfnissen der weiterhin schnell wachsenden Weltbevölkerung mit der Aufrechterhaltung eines lebenswerten Planeten, bei dem es gilt, die Ressourcen Boden, Luft und Wasser sorgfältig und nachhaltig zu nutzen, zu verknüpfen.

Zurückblickend ist festzustellen, dass sich in den letzten 20 Jahren das Bewusstsein weiter Teile der Erdbevölkerung gegenüber dieser Problematik grundlegend verbessert hat und zahlreiche neue Projekte zu einem nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten durchgeführt wurden. Auf den ersten Blick erscheinen die Entwicklungen nach der 1992er Konferenz deshalb ein großer Erfolg zu sein. Bei genauerer Betrachtung ist jedoch festzustellen, dass wir heute noch vor den gleichen Herausforderungen von 1992 stehen, die trotz aller Beteuerungen und Maßnahmen nicht kleiner, sondern noch größer geworden sind. Dies ist keineswegs überraschend, wenn man bedenkt, dass heute mit über sieben Milliarden Menschen die Weltbevölkerung in den letzten 20 Jahren um 40% zugenommen hat. Der Ressourcenverbrauch müsste gleichzeitig um 30% pro Erdenbürger gesenkt werden, um zumindest den Status Quo aufrechtzuerhalten.

Mit Spannung kann deshalb die nächste Woche stattfindende Rio+20-Konferenz erwartet werden. Eine nachhaltige Entwicklung ist notwendiger als je zuvor, doch sind aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage die Vorzeichen für deutliche Fortschritte in dieser Hinsicht nicht optimal. Absichtserklärungen werden nicht mehr ausreichen, in Politik und Wirtschaft verwurzelte Umsetzungen sollten nun noch engagierter auf internationaler Ebene erfolgen.