Sicherstellung der Versorgung mit gutem und reinem Wasser

19.07.2012

Eigentlich weiß jedes Kind, dass Wasser rein sein sollte und am besten noch kalt. So mundet es, so erfrischt es. In Europa wird das Wasser meist aus Quellen, Gesteinswasserschichten und dem Grundwasser bezogen. Diese Wasserquellen gilt es sauber zu halten – möglichst keine Düngemittel, ungereinigte Abwässer, Altöl oder andere Giftstoffe sollen ins Wasser gelangen.

Verunreinigungen sind über das Abwasser oder auch über Regen möglich. Die Natur reinigt zwar automatisch das Sickerwasser von organischem Material, ist aber mit den Schadstoffen unserer Industriegesellschaft überlastet. Um Verunreinigungen möglichst gering zu halten, gibt es deshalb den Grundwasserschutz.

Etwa zehn Prozent der Fläche Deutschlands sind Trinkwasserschutzgebiete. Diese sind wiederum in drei verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Gesetzgebungen aufgeteilt. Die erste Schutzzone unmittelbar um die Quelle ist sehr klein – sie hat einen Radius von ca. zehn Metern. In dieser meist von der Außenwelt durch Schutzvorrichtungen abgesperrten Zone sind jegliche Aktivitäten untersagt. In der zweiten Schutzzone gelten strenge Auflagen: Hier darf beispielsweise keine Fläche durch Straßen versiegelt werden, es darf nichts gebaut werden, Gülledüngung ist ebenso untersagt wie die Benützung dieser Schutzzone zur Viehhaltung. Die Abmessungen der größten, dritten Schutzzone ergeben sich aus der Grenze zur innenliegenden Schutzzone, von der aus absickerndes Wasser mindestens fünfzig Tage bis zum Erreichen der Quelle benötigt und der Außengrenze. Je nach der vorliegenden Bodenart und deren Beschaffenheit hinsichtlich der natürlichen Wasserreinigung kann diese relativ nahe zur Quelle, jedoch auch weit entfernt von der Quelle liegen. Innerhalb dieser Zone ist beispielsweise der Transport wassergefährdender Stoffe verboten und die Lagerung dieser nur unter strengen Auflagen möglich.