Skandal Hunger

23.07.2012

Einen „Skandal“ nannte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick in einem Interview mit dem Radio Bamberg Anfang Juli den Hunger in der Welt. Grundlage für diese Aussage war eine Studie der Deutschen Bischofskonferenz, die besagt, dass bis vor zehn Jahren der weltweite Anteil an unterernährten Menschen gesungen sei. Heute jedoch hungern mit einer Milliarde wieder wesentlich mehr Menschen.

„Skandal“ nennt er es. In Mali hungern die Flüchtlinge aufgrund der angespannten politischen Situation, die Dürre in der Sahelzone jährt sich alle Jahre wieder. Und das, obwohl die Erde alle Ressourcen liefert, die nötig wären, um alle Menschen zu ernähren.

Doch ist Schicks Kritik richtig? Er fordert, dass Ressourcen zur direkten Ernährung, nicht für Forschung verwendet würden. Selbstverständlich ist, dass Ressourcen sinnvoll eingeteilt werden müssen – doch wo ist die Grenzlinie zwischen seiner Forschung für Dinge „die nicht nötig sind“ und jenen, die lebenswichtig werden können.

Es ist wichtig Balance zu finden – bewusst zu werden, was wichtig ist und was nicht. Nachhaltigkeit mit den Ressourcen der Erde in jedem Hinblick – dann würde sicher auch der Hunger enden.