Solarwirtschaft warnt vor Scheitern der Energiewende

14.02.2012

Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler fordert harte Beschneidungen bei der Solarförderung: Die Beihilfe zu neuen Solarstromanlagen sollen im Jahr 2012 auf einen Bruchteil der bisherigen Förderung beschränkt werden. Nach seiner Ansicht soll im Jahr nur noch 1 Gigawatt Solarstrom gefördert werden. Das wären gute 90 Prozent weniger als in den Jahren 2010 und 2011.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) kritisiert diese Forderung als eine große Gefahr für die Energiewende und die deutsche Solarbranche. Der Zusammenschluss aus 800 Solarunternehmen sieht bis zu 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Daher forderte der BSW-Solar den Minister in einer gestern erschienenen Erklärung dazu auf, die im vergangenen Sommer von der Bundesregierung beschlossene Energiewende nicht weiter zu torpedieren.

Die Kürzungen hätten einen Markteinbruch und damit eine Zerstörung eines großen Teils der deutschen Solarbranche zur Folge. In den Jahren seit 2008 hatte die deutsche Solarwirtschaft bereits Förderungskürzungen von rund 50 Prozent verkraften müssen.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar erklärte gestern in Berlin, dass die Energiewende zum Scheitern verurteilt sei, wenn Rösler seine Pläne umsetzen würde: „Ein starker weiterer Ausbau des Solarstrom-Anteils auf rund zehn Prozent des deutschen Strom-Mixes bis zum Jahr 2020 sind unbedingt nötig für den Erfolg der Energiewende.“ Zurzeit liegt der Anteil des Stroms aus Solaranlagen bei vier Prozent.

Dabei ist die Investition in Photovoltaikanlagen eigentlich im Moment durchaus günstig, so sind die Preise für Solaranlagen aufgrund technischen Fortschritts, Massenfertigung und eines harten internationalen Wettbewerbs rasant gesunken. Aber gerade durch diesen hohen Wettbewerb schreiben, laut Körnig, schon heute viele Unternehmen rote Zahlen. Eine noch eiligere Absenkung der Solarförderung würde für den größten Teil der Solarindustrie das Ende bedeuten. „Jetzt ist Augenmaß und politische Verlässlichkeit gefragt!“

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