Strompreisrabatte für Arme?

25.06.2012

Die Industrie müsse sich stärker an den Kosten der Energiewende beteiligen, forderte die SPD laut Informationen des Nachrichtenmagazins Focus. SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber verlangte in einem Strategiepapier, das er heute dem Parteivorstand in Berlin vorstellen möchte, dass Energieversorger verpflichtet werden sollten, die ersten 500 Kilowattstunden je Konsument zum preiswertesten eigenen Tarif anzubieten.

Zudem sollen Subventionen auf energieintensive Betriebe beschränkt werden, deren Wettbewerbsfähigkeit tatsächlich wesentlich unter höheren Energiekosten leiden würde. Denn aufgrund der großen Anzahlen an Ausnahmen würde der Strompreis für jeden anderen Abnehmer und den Mittelstand in die Höhe getrieben. Ein letzter Schritt seien auch besondere Zuschüsse zu den Kosten für Empfänger, deren finanzielle Ressourcen nicht genügen würden, wie etwa Hartz-IV-Empfänger.

Zudem soll Verbrauchern mit Zahlungsrückständen oder Empfänger von Sozialleistungen eine kostenfreie Energieberatung zuteilwerden, damit diese ihre Kosten nachhaltig verringern können.