Töpfer fordert „Energiewendemanager“

09.03.2012

Deutschland steht vor großen Entwicklungsschritten in Sachen Energiewende. Es gilt neue Energiespeicher und Anreizsysteme für Investitionen zu entwickeln, auch die Höhe der Strompreise und der Umbau der Stromnetze von einer zentralen zu einer dezentralen Versorgung müssen berücksichtigt werden. Die deutsche Politik tut sich damit jedoch noch schwer.

Der Direktor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS), Klaus Töpfer, fordert daher nun einen „Energiewendemanager“. Dieser solle die Arbeiten der verschiedenen Ministerien koordinieren: von Umwelt bis Wirtschaft und Auswärtigem Amt. Das IASS gilt als eine Art Denkfabrik, die sich die Umsetzung der Energiewende in Deutschland zum Thema gemacht hat.

Töpfer, der zuletzt als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten im Gespräch war, erklärte, dass er noch immer den politischen Wille vermisse, die Energiewende schnell und entschlossen durchzuführen. Verlässliche Rahmenbedingungen für Investoren und größere Bemühungen die Energieeffizienz zu steigern, müssten dringend umgesetzt werden.

Auch die Verschärfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die Überlegung, dass der Umweltminister die Förderung weiter kürzen könne, ohne eine Zustimmung des Parlaments einzuholen, würden Investoren beunruhigen.