Welt-Wasser-Konferenz in Marseilles

15.03.2012

Am Montag begann die internationale Welt-Wasser-Konferenz im französischen Marseilles. Bereits im Vorfeld warnte die Uno in ihrem vierten Welt-Wasser-Bericht sowie die Umweltorganisation World Wide Found for Nature (WWF) vor einer weiteren Zuspitzung der weltweiten Wasserkrise.

Im Zentrum des sechsten Weltwasserforums steht die Frage nach der Versorgung der Menschen in der gesamten Welt mit sauberem Trinkwasser. Teilnehmer der Konferenz sind Vertreter von Energieunternehmen, Staats- und Regierungschefs, über 80 Minister sowie hunderte Experten und weitere Kongressbesucher aus 140 Staaten. Bis zum 17. März werden auf dieser Konferenz, die seit 1997 alle drei Jahre stattfindet, mehr als 20.000 Teilnehmer erwartet.

Martin Geiger, Wasserexperte des WWF, fordert die Teilnehmer der Konferenz auf, einen weltweiten und bindenden Aktionsplan zum nachhaltigen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser zu konzipieren: „Bislang mangelte es dem Weltwasserforum an Verbindlichkeit.“ Dies müsse sich aber nun dringend ändern.

Die Delegierten müssen ihre Regierungen endlich auffordern, die UN-Fluss Konvention zu unterschreiben. Dieses Papier garantiert ein partnerschaftliches, zwischenstaatliches Management für Wassersysteme. So können künftig Konflikte, die aufgrund der knappen Ressource Wasser entstehen, vorgebeugt oder geschlichtet werden. Der WWF bezeichnet es als eine Blamage, dass viele EU-Staaten, darunter auch Österreich und Großbritannien, die Konvention noch nicht unterzeichnet hätten.